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An die­ser Stel­le er­hal­ten Sie ak­tu­el­le In­for­ma­tio­nen rund um die The­men PatVerfü und Schutz vor psych­iatri­schen Zwangs­maß­nah­men. Da­zu ge­hö­ren Pres­se­mit­tei­lungen, neue Ge­richts­ur­tei­le und Ver­an­stal­tungs­an­kün­di­gungen. News kön­nen Sie auch als RSS-Feed abon­nieren.

PatVerfü von den Amtsgerichten Wedding und Spandau bestätigt

Pat­Ver­fü - spe­zi­el­le Pa­ti­en­ten­ver­fü­gung
ge­gen psych­ia­tri­schen Zwang
von Amts­ge­rich­ten Wed­ding und Span­dau be­stä­tigt!

Pres­se­mit­tei­lung vom 10. März / 4. April 2011

Das Amts­ge­richt Wed­ding mit sei­nem Be­schluss 51 XVII/7201 vom 08.11.2010 so­wie das Amts­ge­richt Span­dau mit sei­nem Be­schluss 50 XVII T 8890/11 vom 29.03.2011 be­stä­ti­gen, dass das Vor­lie­gen ei­ner Pat­Ver­fü die Ein­rich­tung ei­ner Be­treu­ung ver­hin­dert. Mit der Pat­Ver­fü ist kei­ne Zwangs­be­gut­ach­tung für ei­ne Ent­mün­di­gung durch an­geb­li­che „Be­treu­ung“ mehr mög­lich! Das ist ei­ne In­for­ma­ti­on, die der öf­fent­li­chen Mei­nung zu­gäng­lich ge­macht wer­den muss, da­mit sich je­der vor der Will­kür der Psych­ia­ter mit ei­ner kos­ten­los im In­ter­net zu­gäng­li­chen Pat­Ver­fü schüt­zen kann.

Das UN-Hoch­kom­mis­sa­ri­at  für Men­schen­rech­te hat be­reits am 26.1.2009 ge­gen­über der UN-Ge­ne­ral­ver­samm­lung schrift­lich be­stä­tigt, dass mit Ra­ti­fi­zie­rung der Be­hin­der­ten­rechts­kon­ven­ti­on (BRK) in Deutsch­land zum 1.1.2009 al­le Psych­ia­trie-Son­der­ge­set­ze mit die­ser Kon­ven­ti­on un­ver­ein­bar sind und je­weils ab­ge­schafft wer­den müs­sen. Die so­ge­nann­te „öf­fent­lich-recht­li­che” zwangs­wei­se Un­ter­brin­gung und Zwangs­be­hand­lung wird in Deutsch­land über Lan­des­ge­set­ze ge­re­gelt, die in den meis­ten Bun­des­län­dern „Psy­chisch Kran­ken Ge­set­ze” (PsychKG), in drei Bun­des­län­dern „Un­ter­brin­gungs­ge­setz” und in Hes­sen „Frei­heits­ent­zie­hungs­ge­setz” ge­nannt wer­den.
Die Ein­gangs­vor­aus­set­zung bei die­sen Lan­des­ge­set­zen ist die psych­ia­tri­sche Be­gut­ach­tung. Auch die­se Be­gut­ach­tung wird durch die Pat­Ver­fü rechts­wirk­sam un­ter­bun­den. Da­mit ist die Pat­Ver­fü auch ge­gen die­se Ge­set­ze wirk­sam.

Psych­ia­tri­scher Zwang (wel­cher Art auch im­mer) ist ei­ne Men­sch­rechts­ver­let­zung. Trotz vor­geb­li­cher Psychiatrie-“Reformen“ sind die Zwangs­ein­wei­sun­gen dras­tisch ge­stie­gen (z. Zt. jähr­lich über 200.000 Men­schen in der BRD). Seit dem 1.1.2009 wird der psych­ia­tri­sche Zwang je­doch wei­ter­hin aus­ge­übt, ob­wohl die psych­ia­tri­schen Zwangs­ge­set­ze ge­mäß Art. 14 der BRK il­le­gal ge­wor­den sind. Trotz­dem kön­nen sich in­zwi­schen die­je­ni­gen Men­schen da­vor schüt­zen, die von dem neu­en Pa­ti­en­ten­ver­fü­gungs­ge­setz wis­sen (ab 1.9.2009) und vor­sorg­lich in ei­ner spe­zi­el­len Pa­ti­en­ten­ver­fü­gung, der Pat­Ver­fü, schrift­lich nie­der­leg­ten, dass sie we­der psych­ia­trisch dia­gnos­ti­ziert noch be­han­delt wer­den wol­len. Jede/r an­de­re sitzt sonst ohn­mäch­tig in der Fal­le, wenn ver­sucht wird, Zwang psych­ia­trisch-ge­richt­lich an­zu­ord­nen.

Der Rie­gel, der mit der Pat­Ver­fü den psych­ia­tri­schen Zwangs­maß­nah­men vor­ge­scho­ben wur­de, ist ein fun­da­men­ta­ler Sieg ge­gen die Zwangs­psych­ia­trie. Denn es ist nicht über Miss­brauch in der Psych­ia­trie zu spre­chen, weil die Zwangs­psych­ia­trie an sich ein Miss­brauch ist!

In­zwi­schen konn­te auf­grund des be­harr­li­chen Be­stehens auf ei­ne Pat­Ver­fü die zwangs­wei­se Be­gut­ach­tung für ei­ne so­ge­nann­te „Be­treu­ung“ er­folg­reich ver­hin­dert wer­den. Das war der Schlüs­sel, um die „Be­treu­ung“ selbst un­mög­lich zu ma­chen. Mit Er­laub­nis des Be­trof­fe­nen ver­öf­fent­li­chen wir die­sen Be­schluss des Amts­ge­richt Wed­ding. Der Be­schluss do­ku­men­tiert, dass auch der so­zi­al­psych­ia­tri­sche Dienst Ber­lin-Mit­te und der an­geb­lich „sach­ver­stän­di­ge“ Gut­ach­ter ver­stan­den ha­ben, dass ge­gen die Pat­Ver­fü kei­ne Un­ter­su­chung und Dia­gno­se mehr er­fol­gen darf.

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Endlich kann der Zwangspsychiatrie ein Riegel vorgeschoben werden!

End­lich kann der Zwangs­psych­ia­trie ein Rie­gel vor­ge­scho­ben wer­den!
Ei­ne neue Pa­ti­en­ten­ver­fü­gung (Pat­Ver­fü) macht´s mög­lich

Pres­se­mit­tei­lung vom 18. Ju­ni 2009

Nach jah­re­lan­ger Dis­kus­si­on ist heu­te end­lich das neue Ge­setz zur recht­li­chen Re­ge­lung von Pa­ti­en­ten­ver­fü­gun­gen ver­ab­schie­det wor­den. Der Ge­setz­ge­ber hat sich deut­lich und par­tei­über­grei­fend dar­auf ge­ei­nigt, dem Pa­ti­en­ten­wil­len und da­mit der Selbst­be­stim­mung in je­der Le­bens­la­ge und ent­ge­gen je­dem ärzt­li­chen und staat­li­chen Pa­ter­na­lis­mus un­ab­hän­gig von Art und Sta­di­um ei­ner Er­kran­kung Gel­tung zu ver­schaf­fen.

Die Zei­ten, als an­de­re - Ärz­te und Rich­ter - de­fi­nier­ten, was das an­geb­lich „ob­jek­ti­ve“ Wohl ei­nes Men­schen sei und was zu die­sem an­geb­lich „ob­jek­ti­ven“ Woh­le ei­nes Men­schen ge­gen des­sen er­klär­ten Wil­len zu un­ter­neh­men oder zu un­ter­las­sen sei, ge­hö­ren end­lich der Ver­gan­gen­heit an! Das wird weit­rei­chen­de Wir­kun­gen bei ge­richt­lich an­ge­ord­ne­ten Ent­mün­di­gun­gen ha­ben: Erst­mals be­steht die Chan­ce, dass in Vor­mund­schaf­ten nicht mehr ge­gen die Wün­sche und Vor­stel­lun­gen der Ent­mün­dig­ten ge­han­delt wer­den darf und sich da­mit ei­ne Ent­mün­di­gung tat­säch­lich in ei­ne Be­treu­ung wan­delt, die treu zum Be­treu­ten ist.

Der Pa­ti­en­ten­wil­le ist jetzt, wie vom Grund­ge­setz der BRD und nach der „All­ge­mei­nen Er­klä­rung der Men­schen­rech­te“ oh­ne­hin schon seit über 60 Jah­ren ver­spro­chen, als rechts­ver­bind­lich in me­di­zi­ni­schen Ent­schei­dun­gen zu be­trach­ten. Je­de „me­di­zi­ni­sche“ Be­hand­lung ge­gen den schrift­lich er­klär­ten und ak­tu­el­len Wil­len ei­nes „Pa­ti­en­ten“ wird da­mit zur Kör­per­ver­let­zung und je­de er­zwun­ge­ne Un­ter­brin­gung zur Frei­heits­be­rau­bung.

Aus die­sem An­laß möch­ten wir un­ser be­son­de­res For­mu­lar ei­ner Pa­ti­en­ten­ver­fü­gung, die Pat­Ver­fü mit ein­ge­bau­ter Vor­sor­ge­voll­macht, be­kannt ma­chen, mit dem je­der fol­ter­ar­ti­ge Ein­griff in den Kör­per durch un­er­wünsch­te psych­ia­tri­sche „Be­hand­lung“ und je­de Frei­heits­be­rau­bung auf­grund ei­ner ver­leum­de­ri­schen pseu­do­me­di­zi­ni­schen psych­ia­tri­schen Dia­gno­se rechts­ver­bind­lich aus­ge­schlos­sen wird.

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