Frei­heit statt Zwang: 
PatVerfü-Kinopremiere mit Nina Ha­gen

Einladung zur PatVerfue-Spot-Premiere mit Nina Hagen

Berlin, Januar 2012

Abendstimmung in Berlin. Ein Pärchen tanzt auf der Straße, dann rauscht ein Polizeiwagen heran. Wortlos werden die beiden abgeführt. Als sie bemerken, wohin man sie bringt, ist es zu spät. Das junge Paar ist längst Opfer des Staatsapparats und wird gewaltsam zum Schweigen gebracht. Was wie ein Science-Fiction-Thriller klingt, ist in Wirklichkeit eine Menschenrechts-Tragödie. Aber so viel sei verraten: Es gibt ein Happy End!

Welche Rolle Nina Hagen dabei spielt und warum alle Bundesbürger/innen diesen Film sehen sollten, erfahren Sie bei der

Premierenveranstaltung des PatVerfü-Kinospots
am Dienstag, den 31. Januar 2012 um 19:00 Uhr
im Moviemento Kino, Kottbusser Damm 22, 10967 Berlin

 zu der wir Sie hiermit herzlich einladen.

Mit der Erstaufführung unseres Spots möchten wir Sie an diesem Abend über weitgehend totgeschwiegene Verbrechen aufklären, die in Deutschland leider noch immer an der Tagesordnung sind: Freiheitsberaubung, Körperverletzung und Folter. Die Künstlerin Nina Hagen und Vertreter des Landesverbandes Psychiatrie-Erfahrener Berlin-Brandenburg e.V. werden anwesend sein und Ihnen erzählen, wie Sie sich davor schützen und von Ihrem guten Recht auf Selbstbestimmung Gebrauch machen können.
Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Reservierungen sind leider nicht möglich, frühes Kommen sichert die besten Plätze.

Grausame Realität – Zwangspsychiatrie in Deutschland

Die Handlung des neuen, knapp 2-minütigen Social-Spots ist frei erfunden und dennoch hat die Geschichte einen erschreckend realen Hintergrund. Mehr als 200.000 Menschen* werden hierzulande jedes Jahr aufgrund willkürlicher psychiatrischer „Diagnosen“ zwangsweise in einer geschlossenen Psychiatrie untergebracht. Dort werden sie aus angeblich therapeutisch notwendigen Gründen ans Bett gefesselt (so genannte “Fixierung”) und gegen ihren Willen mit psychiatrischen Drogen und der noch immer gängigen “Elektrokonvulsionstherapie” (auf gut deutsch Elektroschock) zwangs-“behandelt“. Obendrein sind zurzeit über 1,2 Millionen Menschen* durch gerichtlich angeordnete „Betreuung“ entmündigt und somit sämtlicher Selbstbestimmungsrechte beraubt.

Obwohl diese schweren Verletzungen von Menschenrecht und -würde laut UN-BR-Konvention in Deutschland als Verbrechen gelten, nimmt die Zahl der gewaltsamen Übergriffe stetig zu. Die Opfer sind Leute wie du und ich. Menschen, deren einziges Vergehen es ist, nicht der „Norm“ zu entsprechen, sich unangepasst zu verhalten oder in aller Öffentlichkeit lautstark ihre Meinung zu sagen. Menschen, wie zum Beispiel Nina Hagen, die mit ihrer unkonventionellen Art immer wieder für Schlagzeilen sorgt.

*Quelle: Bundesamt für Justiz, Betreuungs- und Unterbringungszahlen, in: http://www.bt-portal.de/btprax/downloads.html#c3121

Geisteskrank? Nina Hagen wehrt sich!

Was hat man der Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin nicht schon alles attestiert? Aber gegen ein Urteil erhebt Nina Hagen Einspruch: Eine „psychische Krankheit“ darf ihr niemand diagnostizieren. Zu Recht! Denn Selbstbestimmung ist in Deutschland Gesetz.

Das Patientenverfügungsgesetz wurde vor zwei Jahren mit einer breiten Mehrheit im Bundestag verabschiedet. Seither gilt: Der Patientenwille ist bei allen medizinischen Entscheidungen als rechtsverbindlich zu betrachten. Das bedeutet, niemand darf hierzulande entmündigt, gegen seinen Willen in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen und zwangsbehandelt werden. Schutz vor dem Verbrechen Zwangspsychiatrie gibt es trotz Gesetz dennoch weder von der Polizei noch von Angehörigen. Helfen kann nur eine schlaue Patientenverfügung, die PatVerfü. Das sollte unbedingt jeder wissen, findet Nina Hagen, die nicht nur in dem Social-Spot mitgewirkt hat, sondern auch die Schirmfrauschaft für die PatVerfü übernimmt:

 „Es steht im Grundgesetz dass die Würde des Menschen unantastbar ist, und es war bisher eine FARCE, eine LÜGE! Ich bin mit Menschen befreundet, die von der Psychiatrie ZWANGS-missbraucht wurden. Es ist mir ein Herzensanliegen, darauf hinzuweisen, dass es jetzt ein neues GESETZ gibt, und dass wir Menschen uns mit der PatVerfü vor den Übergriffen der Psycho-Industrie schützen können! Das ist ein Riesen-Fortschritt und alle Parteien und alle Regierungen, die es bisher gab, haben ARG VERSAGT und haben vieles wieder gutzumachen an den Menschen, denen mit staatlicher Erlaubnis so viel grausames Unrecht angetan wurde, und leider immer noch wird.“

Das Unrecht beenden: Mit der schlauen PatVerfü und viel Aufklärungsarbeit

Von psych­ia­tri­schen Zwangs­maß­nah­men ha­ben die meisten Menschen bisher allenfalls aus der Zei­tung er­fah­ren. Der Irrglauben, dass einem selbst so et­was nie pas­sie­ren könnte, ist deshalb weit verbreitet. Was viele nicht wissen: Auch ohne ge­gen ein Ge­setz ver­sto­ßen zu ha­ben, kann einem die Frei­heit und das Recht auf ein selbst­be­stimm­tes Le­ben ent­zo­gen wer­den. Eine psych­ia­tri­sche Dia­gnose und die Behauptung einer “Selbst- oder Fremd­ge­fähr­dung” sind da­für aus­rei­chend. Davor kann man sich jetzt aber ganz einfach schützen:

Mit der kostenlosen PatVerfü, einer schlauen Pa­ti­en­ten­ver­fü­gung, die aus­drück­lich psych­ia­tri­sche Un­ter­su­chun­gen un­ter­sagt und so die Ent­ste­hung psych­ia­tri­scher Dia­gno­sen ver­hin­dert. Denn ohne Dia­gnose sind psych­ia­tri­schen Zwangs­maß­nah­men sowie gesetzlich angeordneter Vormundschaft ge­gen den eigenen Wil­len die recht­li­chen Grund­lagen ent­zo­gen.

Der Social-Spot, der die BundesbürgerInnen über ihre Rechte aufklären soll, wurde vom Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Berlin-Brandenburg e.V. (LPE B-B) in Auftrag gegeben und von AS-Filme und mithilfe der Förderung durch Aktion Mensch realisiert. Der LPE B-B ist ein gemeinnütziger Verein, der sich zusammen mit der Berliner Irren-Offensive e.V. im Werner-Fuß-Zentrum für die Menschenrechte engagiert. Ab Februar wird der Spot zunächst hauptsächlich in Berlin und Nordrhein-Westfalen in den Kinos gezeigt. Anlässlich dessen lädt der Landesverband Psychiatrie-Erfahrener NRW am 5. Februar zu einer eigenen Auftaktveranstaltung im Bochumer Kino Metropolis ein. Weitere Bundesländer sowie eine virale Kampagne sollen folgen. Zudem startet eine neue Reihe von PatVerfü-Informationsveranstaltungen. Für die Buchung von ReferentInnen können sich Interessierte an den LPE B-B wenden.

Zeitgleich mit der Premiere des PatVerfü-Spots findet auch ein Relaunch des PatVerfü-Internetauftritts statt. Weitere Informationen über die PatVerfü finden Sie bereits jetzt unter: www.patverfue.de

Pressekontakt: Nina Hagen Büro / Klaus M. Aschenneller: info@highproduction.de
Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Berlin-Brandenburg e.V.:
werner-fuss@gmx.de